HPP Praxiswissen
Heilpraktiker für Psychotherapie
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Psychopharmaka und ihre wichtigsten Nebenwirkungen

Der HPP verordnet keine Medikamente. Er muss aber Nebenwirkungen und Notfälle erkennen, um rechtzeitig an den Arzt zu verweisen.

Neuroleptika

Extrapyramidale Nebenwirkungen in zeitlicher Folge: Frühdyskinesien (Stunden bis Tage), Parkinsonoid und Akathisie (Tage bis Wochen), Spätdyskinesien (Monate bis Jahre, oft bleibend). Notfall: malignes neuroleptisches Syndrom mit Fieber, Rigor und Bewusstseinsstörung. Clozapin erfordert Blutbildkontrollen wegen Agranulozytose.

Antidepressiva

Wirkung nach zwei bis vier Wochen, Nebenwirkungen sofort. Der Antrieb bessert sich oft vor der Stimmung, deshalb ist das Suizidrisiko zu Beginn erhöht. Trizyklika wirken anticholinerg (Mundtrockenheit, Verstopfung, Harnverhalt). Kombinationen serotonerger Mittel können ein Serotoninsyndrom auslösen.

Lithium und Benzodiazepine

Lithium hat eine geringe therapeutische Breite; grober Tremor, Erbrechen, Durchfall und Verwirrtheit weisen auf eine Vergiftung hin. Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen und dürfen nicht abrupt abgesetzt werden.

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Welche extrapyramidale Nebenwirkung von Neuroleptika tritt oft erst nach Jahren auf und ist häufig nicht rückbildungsfähig?

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HPP Praxiswissen ist ein unabhängiges Lernangebot und kein Angebot einer Behörde. Stand: ICD-10-GM und geltendes deutsches Recht, November 2026.